Der Wettbewerbsrat in Brüssel sinniert über einen Gesetzesvorschlag, mit dem „die im Freien arbeitenden Menschen“ vor zu viel Sonne geschützt werden sollen. Die Begründung liegt darin, das Hautkrebsrisiko zu verringern. Man traut diesen Menschen wohl kein vernünftiges Maß an Selbstverantwortung zu.
Das neue Gesetz wäre fatal. So drücken künftig umsonst die weiblichen Workaholics punkt 10 Uhr am Vormittag ihre Nasen an der Fensterscheibe platt, um auf der Baustelle vis-à-vis einen Blick auf die muskelgestählten, braungebrannten oberkörpernackten Bauarbeiter zu erhaschen, die gerade eben ihre wohlverdiente Coca-Colapause einlegen.
Besonders schwierig wird es bei den Straßenarbeitern, da muss man sich was Besonderes einfallen lassen, wie man diese am praktischsten *verpackt*, möglichst in *weiß*, schwarz wäre nix.
Der Gastwirt vom *Sonneneck* pflastert seinen Biergarten mit Sonnenschirmen voll und verordnet seinen Gästen einen Platz im Schatten, ob die das nun wollen oder nicht. Weil, das ist ja nun Gesetz! Den schmucken Kellnerinnen mit ihren feschen Dirndln verpasst man den durchaus zweckmäßigen Regenschirm-Hut, der in diesem Fall als Sonnenschutz dient. Das passt dann zusammen wie die Faust aufs Auge.
Nun können sich vorab die Designer schon mal Gedanken darüber machen, wie man in diesen Berufssparten die künftige moderne Sonnenschutzarbeitskleidung attraktiv und tragbar macht…
knusprige Bräune ist ungesund..!
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