Ab heute präsentiert uns Pro7 mit "Desperate Housewives" eine Serie, die schon vorab zum *Kult* erklärt wird. Da gewährt man uns nun einen voyeuristischen Blick in den alltäglichen Hausfrauen-Frust und den typischen Bürden, Lasten und Plagen der aufgemotzten Barbiehaften Vorzeigehausfrauen einer amerikanischen Vorstadt. Die Gattin eines Neureichen zerrt wegen ihrem derart unerfülltem Leben gleich zu Therapie-(und Lust)zwecken den 17jährigen Gärtner ins Bett, die andere schluckt aus Verzweiflung Psychopillen und verpasst ihrem Ehegespons während des Liebesgeplänkels einen satten Kinnhaken. „Des is ja scho fei (fast!) wia im richtigen Leb’n!!“ Aber wirklich nur fast! Realer scheint mir da schon die mörderische Idee der perfekten Serien-Hausfrau, die aus Rachegelüsten Ihrem allergiegeplagten Mann die für ihn gefährlichen Zwiebeln in den Salat mischt. Männer…. habt Obacht!!! Eure Frauen haben ganz sicher ein schmutziges Geheimnis! Wenn man tagaus und tagein ständig schmutzige Wäsche waschen muss, schleichen sich schon mal (mörderische?) Gedanken ein! Auf so manche (Haus-) Frau könnte die Serie direkt inspirierend wirken...
Immerhin scheint der Hausfrauenfrust gut zu funktionieren, denn die Serie wurde in 130 Ländern verscherbelt und in den USA gucken sich 25 Millionen Zuschauer den inszenierten Alptraum an. Und ab heute wird uns in Deutschland ein aufregendes, erregendes, anregendes Szenario gespickt mit schwarzem Humor, aufgetischt. Und Feministinnen raufen sich derweil die Haare und zicken rum wegen der primitiven Darstellung des Frauenbildes...
Gezeigt wird viel blanke Haut, und perfekt gestylte Models. So stellt man sich heute eine moderne Hausfrau vor! In den 60ern präsentierte man die typisch amerikanische *Housewive* noch mit Lockenwicklern, Gurkenmaske, Steppmorgenmantel, Plüschpuschen und der Zichte im Mundwinkel. (ah ja.... und Kaugummi! Das wichtigste !)
Aber trotzdem…. Die neue Serie ist auch ein uralter Hut, nur eben neu verpackt. Da scheint mir „Die Teufelin“ (Roseanne) schon etwas *sümbadischer* und realer, die ihre Speckrollen in ein Woolworth-Kleid stopft und bei einem Gala-Empfang ihres Mannes prompt tollpatschig Sekt über ein Sakko schüttet und peinlich berührt ein gutes Fleckenmittel empfiehlt. Am Ende läuft sie in Hochform auf und gibt ihrem seitensprunghaften Gockel *Saures*. Aus dem hässlichen Entlein wird dann auch noch so was ähnliches wie ein Schwan. Das is ja wie in einem Märchen...wa? Und so was von real und rührt zu Tränen. *schneuz*
„Club der Teufelinnen“ folgte dann kurz darauf und war ebenfalls ein Schlager....
Irgendwia und sowieso....ois a verzopfter Schmarr’n! *gähn*

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